Medizinische Hilfe für die Menschen am Viktoria-See
Nach 2 arbeitsreichen Wochen ist das 14köpfige UBUNTU- Medical- Team schweren Herzens wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Es gäbe noch soviel zu tun!
14 Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern und Helfer haben bis weit in die Dunkelheit hinein täglich behandelt. Und wieder, wie in den letzten Jahren, waren es über 2000 Patienten, die uns sehnlichst erwarteten. In einem Land, in dem medizinische Versorgung vom Geld abhängt und sich nur ungefähr 1,5% der 44 Mill starken Bevölkerung krankenversichern können, bedeutet Kranksein ein existenzielles Problem. Und so ist die kostenlose Behandlung durch das UBUNTU-Team lebensnotwendig. Die verschiedensten Aufgaben waren zu bewältigen: Sie reichten vom Skorpionbiss, über einen akuten Blinddarm, der Geburt eines kleinen Mädchens, heftigen tropischen Geschwüren bis zu Augenkrankheiten, hunderten von Zahnextraktionen, den medizinischen Folgen chronischer Mangelernährung, heftigen Malariaattacken und den opportunistischen Infektionen der Geißel AIDS...
Daneben wurden Brillen angepasst und hygienische Grundregeln besprochen.
Die größte Belastung und Herausforderung erlebte das Team aber während der 2 Behandlungstage im Frauen- und Männergefängnis in Kisumo, in dem über 4000 Insassen in für uns unvorstellbaren Verhältnissen ohne medizinische Betreuung und mit dürftigster Ernährung einfach weggesperrt werden.
Gottseidank hat das gesamte Team den Einsatz gesund überstanden!
Schon heute aber wird in Kasuna bedauert, dass wir erst 2017 wieder mit dem medical Camp anreisen können.